Kompost herstellen im eigenen Garten

Kompost herstellen: Nachhaltige Bodenverbesserung und praktische Tipps für einen gesunden Garten

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Kompost herstellen und damit Ihren Gartenboden nachhaltig verbessern. Ich erläutere geeignete Materialien, effektive Methoden der Kompostierung sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung und gebe praktische Tipps, um Fehler zu vermeiden und den Kompostierungsprozess zu beschleunigen. Mit diesen Empfehlungen gelingt es, organische Abfälle sinnvoll zu verwerten, die Pflanzen optimal zu versorgen und aktiv zum Umweltschutz beizutragen.
Wie verwandeln Sie alltägliche Abfälle aus Garten und Küche in wertvollen Kompost, der Ihren Boden verbessert, Pflanzen stärkt und die Umwelt schont? In diesem Artikel erfahren Sie präzise, welche Materialien sich eignen, wie Sie Schritt für Schritt Kompost herstellen und welche Methoden besonders effektiv sind. Sie erhalten praxiserprobte Tipps, um typische Fehler zu vermeiden und schon bald sichtbare Erfolge im eigenen Garten zu erzielen. Lesen Sie weiter und entdecken Sie, wie nachhaltige Kompostierung Ihren Garten dauerhaft gesünder, ertragreicher und ökologischer macht.

Kompost herstellen: ein wichtiger Schritt für einen guten Garten

Kompost verbessert die Bodenqualität und fördert das gesunde Wachstum von Pflanzen im Garten. Durch die Zufuhr von Kompost steigere ich die Fruchtbarkeit des Bodens auf natürliche Weise. Kompost enthält zahlreiche Nährstoffe, die von Mikroorganismen und Bodentieren freigesetzt werden. Diese Nährstoffe stehen den Pflanzen im Garten bedarfsgerecht zur Verfügung und sorgen für kräftiges Wachstum, gesunde Wurzeln und eine verbesserte Widerstandskraft gegen Krankheiten. Besonders lehmige oder sandige Böden profitieren von der organischen Substanz im Kompost, da sie die Bodenstruktur lockert oder die Wasserspeicherfähigkeit erhöht. Auch der Humusgehalt im Boden nimmt zu, was langfristig die Erträge im Garten steigert und die Vitalität der Pflanzen nachhaltig verbessert.

Bodengesundheit und Ertragssteigerung durch Kompost

Mit dem Einsatz von Kompost unterstütze ich die natürliche Bodenbiologie. Regenwürmer, Pilze und Bakterien zersetzen das organische Material und sorgen dafür, dass wertvolle Huminstoffe entstehen. Diese verbessern nicht nur die Bodenstruktur, sondern fördern auch die Fähigkeit des Bodens, Wasser und Nährstoffe zu speichern. Pflanzen profitieren von dieser optimalen Versorgung und entwickeln sich widerstandsfähiger gegenüber Trockenperioden und Schädlingen. Gleichzeitig wird die Bodenverdichtung reduziert, was besonders für Gemüsebeete und Rasenflächen vorteilhaft ist. Die regelmäßige Anwendung von Kompost trägt dazu bei, dass die Erträge im Garten steigen, Obst und Gemüse aromatischer schmecken und Zierpflanzen üppiger blühen.

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung im eigenen Garten

Die Herstellung von Kompost trägt dazu bei, organische Abfälle sinnvoll zu verwerten und den Einsatz von Kunstdünger zu reduzieren. Indem ich Küchen- und Gartenabfälle kompostiere, schließe ich den natürlichen Nährstoffkreislauf und spare Ressourcen. Kompostieren bedeutet, dass weniger Abfall entsorgt werden muss und wertvolle Rohstoffe wieder in die Natur zurückgeführt werden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch Kosten für die Entsorgung und den Kauf von industriellen Düngemitteln. Zudem verringere ich durch die Kompostierung den Ausstoß von Treibhausgasen, da organische Abfälle nicht auf Deponien landen, wo sie unter Luftabschluss klimaschädliches Methan freisetzen würden. Kompostieren ist somit ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und zur Förderung der natürlichen Kreisläufe im eigenen Garten.

Die Vorteile von Kompost für Boden, Pflanzen und Umwelt überzeugen sowohl erfahrene Gärtnerinnen und Gärtner als auch Einsteiger. Damit Sie wissen, welche Materialien sich besonders gut für die Kompostierung eignen und welche Abfälle besser nicht auf den Kompost gehören, erläutere ich im nächsten Abschnitt die wichtigsten Grundlagen.

Die Grundlagen: Was eignet sich zum Kompostieren und was nicht?

Nicht alle Garten- und Küchenabfälle sind für die Kompostierung gleichermaßen geeignet. Damit Sie hochwertigen Kompost herstellen, ist es wichtig, die richtigen Materialien zu wählen und problematische Stoffe zu vermeiden. Im Folgenden zeige ich Ihnen, welche Abfälle problemlos auf den Kompost dürfen, welche Materialien nur eingeschränkt geeignet sind und welche Stoffe Sie unbedingt ausschließen sollten.

Geeignete Materialien für den Kompost

Zu den optimalen Materialien zählen vor allem organische Abfälle aus Garten und Küche. Hierzu gehören Rasenschnitt, Laub, verwelkte Blumen, Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz mit Filterpapier sowie Teebeutel. Auch Eierschalen, unbehandelte Holzasche in kleinen Mengen und Schnittreste von Stauden oder Sträuchern lassen sich gut kompostieren. Diese Materialien liefern wichtige Nährstoffe und fördern die Aktivität von Mikroorganismen und Bodenlebewesen, die für die Zersetzung sorgen. Eine ausgewogene Mischung aus sogenannten grünen, stickstoffreichen Komponenten wie frischem Rasenschnitt oder Küchenabfällen und braunen, kohlenstoffreichen Materialien wie Laub oder gehäckselten Ästen ist entscheidend. Nur so entsteht ein gut durchlüfteter Kompost, der weder zu nass noch zu trocken ist. Ich achte darauf, die Materialien möglichst zerkleinert auf den Kompost zu geben, denn kleinere Stücke werden schneller zersetzt. Auch Pappe und Papier ohne Farbdruck können in kleinen Mengen zur Strukturverbesserung beitragen, sofern sie unbeschichtet sind.

Eingeschränkt geeignete Abfälle und deren Besonderheiten

Einige Abfälle lassen sich nur unter bestimmten Bedingungen kompostieren. Zitrusfruchtschalen, Zwiebelschalen oder Bananenschalen enthalten oft Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und sollten nur in kleinen Mengen auf den Kompost gelangen. Größere Mengen könnten die Mikroorganismen beeinträchtigen oder zu einer unerwünschten Anreicherung von Schadstoffen führen. Auch Unkraut ist mit Vorsicht zu behandeln: Samenhaltige oder wuchernde Pflanzen wie Giersch oder Quecke gebe ich nur dann auf den Kompost, wenn ich eine ausreichend hohe Rotte-Temperatur sicherstellen kann. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich diese Pflanzen später im Garten ausbreiten. Kranke Pflanzenteile, die mit Pilzen oder Schädlingen befallen sind, sollten Sie grundsätzlich nicht kompostieren, da Krankheitserreger überleben und sich erneut im Garten ausbreiten könnten. Holzasche darf nur in kleinen Mengen und ausschließlich von unbehandeltem Holz verwendet werden, da sie den pH-Wert des Komposts stark beeinflussen kann.

Materialien, die nicht auf den Kompost gehören

Bestimmte Stoffe sind für die Kompostierung ungeeignet und können die Qualität des Komposts oder die Umwelt negativ beeinflussen. Fleisch- und Fischreste, Milchprodukte, gekochte Speisen und Öle ziehen Ratten und andere Tiere an und verursachen unangenehme Gerüche. Auch Katzenstreu, Hundekot, Windeln oder Staubsaugerbeutel enthalten Schadstoffe oder Krankheitserreger, die weder im Kompost noch später im Gartenboden etwas zu suchen haben. Chemisch behandelte Hölzer, lackiertes Papier, Kunststoffe, Glas und Metalle gehören grundsätzlich nicht auf den Kompost, da sie nicht abgebaut werden und die Umwelt belasten. Ich verzichte ebenfalls auf große Mengen an Nadelgehölz oder Eichenlaub, da sie sehr langsam verrotten und den Kompost zu sauer machen. Unkraut, das bereits Samen gebildet hat, sowie Pflanzen mit hartnäckigen Wurzelausläufern sollte ich ebenfalls aussortieren, sofern keine hohen Temperaturen bei der Kompostierung erreicht werden.

Die richtige Mischung als Erfolgsfaktor

Das Verhältnis der verwendeten Materialien ist entscheidend für eine erfolgreiche Kompostierung. Eine ausgewogene Mischung aus feuchten, nährstoffreichen und trockenen, strukturgebenden Abfällen sorgt für eine gute Belüftung und verhindert Fäulnis. Ich schichte die Materialien abwechslungsreich und lockere sie regelmäßig auf, um die Zersetzung zu fördern. So entstehen optimale Bedingungen für die Mikroorganismen, die den Kompostprozess steuern. Durch das gezielte Auswählen und Kombinieren der richtigen Abfälle kann ich einen hochwertigen Kompost herstellen, der den Boden im Garten verbessert und die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt.
Mit diesem Wissen über geeignete und ungeeignete Materialien können Sie gezielt die Basis für eine erfolgreiche Kompostierung schaffen und im nächsten Schritt die verschiedenen Methoden zur Kompostherstellung kennenlernen.

Kompost herstellen: Die wichtigsten Methoden im Überblick

Der klassische Komposthaufen

Kompost herstellen mit einem Komposthaufen
Der klassische Komposthaufen ist eine einfache Möglichkeit, gute Gartenerde zu erhalten

Ein offener Komposthaufen ist die einfachste und flexibelste Methode, Kompost herzustellen. Bei dieser traditionellen Variante schichte ich organische Abfälle direkt auf einer freien Fläche im Garten auf. Dabei wähle ich einen halbschattigen Standort, der vor starkem Wind und direkter Sonne geschützt ist. Der Komposthaufen sollte idealerweise direkten Kontakt zum Boden haben, damit Regenwürmer und Mikroorganismen leicht einwandern können. Für einen gut funktionierenden Komposthaufen ist die richtige Schichtung entscheidend: Ich beginne mit einer groben Schicht aus Zweigen oder gehäckseltem Holz, um eine gute Belüftung zu gewährleisten. Darauf folgen abwechselnd feuchte, stickstoffreiche Materialien wie Rasenschnitt oder Küchenabfälle und trockene, kohlenstoffreiche Bestandteile wie Laub oder Stroh. Jede Schicht sollte etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter dick sein. Zwischendurch lockere ich den Haufen mit einer Grabgabel auf, um Sauerstoff einzubringen und die Rotte – also den biologischen Zersetzungsprozess – zu fördern. Bei Bedarf feuchte ich den Kompost leicht an, denn eine zu trockene oder zu nasse Umgebung verlangsamt die Zersetzung. Der offene Komposthaufen eignet sich besonders für größere Gärten, in denen ausreichend Platz vorhanden ist und regelmäßig Gartenabfälle anfallen. Mit etwas Geduld entsteht so nach sechs bis zwölf Monaten ein nährstoffreicher Kompost, der den Boden im Garten nachhaltig verbessert.

Thermokomposter: Schnell, kompakt und effektiv

Thermokomposter ermöglichen eine zügige Kompostierung auf kleinem Raum durch höhere Temperaturen. Ein Thermokomposter besteht aus einem geschlossenen, wärmeisolierten Behälter, der die im Inneren entstehende Wärme speichert und so den Zersetzungsprozess beschleunigt. Ich positioniere den Thermokomposter an einem sonnigen Platz, damit sich das Material optimal erwärmt. Durch die hohen Temperaturen – oft über 60 Grad Celsius – werden organische Abfälle schneller abgebaut. Zudem werden Unkrautsamen und Krankheitserreger zuverlässig abgetötet, was die Qualität des Komposts zusätzlich verbessert. Die Befüllung erfolgt wie beim klassischen Komposthaufen in Schichten: feuchte, nährstoffreiche und trockene, strukturgebende Materialien im Wechsel. Wichtig ist, die Abfälle vor dem Einfüllen möglichst klein zu zerkleinern. So ist eine gleichmäßige Durchmischung und schnellere Verrottung gewährleistet. Im Thermokomposter achte ich besonders auf die richtige Feuchtigkeit und regelmäßiges Durchmischen, um Fäulnis und Geruchsbildung zu vermeiden. Diese Methode eignet sich ideal für kleinere Gärten, Terrassen oder für Personen, die wenig Platz zur Verfügung haben und dennoch hochwertigen Kompost herstellen möchten. Bereits nach zwei bis vier Monaten kann ich den fertigen Kompost entnehmen und im Garten ausbringen.

Drehbare Trommelkomposter: Komfort und Zeitersparnis

Drehbarer Trommelkomposter im Garten
So stellt man sich den Trommelkomposter natürlich nicht vor!

Mit einem drehbaren Trommelkomposter lässt sich Kompost besonders komfortabel und schnell herstellen. Dieses System besteht aus einer geschlossenen, auf einer Achse gelagerten Trommel, die ich regelmäßig drehe, um die Durchmischung und Belüftung des Materials zu gewährleisten. Die ständige Bewegung sorgt dafür, dass Sauerstoff gleichmäßig verteilt wird und der Zersetzungsprozess optimal abläuft. Ein weiterer Vorteil ist der geschlossene Aufbau, der Schädlinge fernhält und Gerüche minimiert. Die Befüllung erfolgt auch hier schichtweise mit einer ausgewogenen Mischung aus grünen und braunen Komponenten. Durch das regelmäßige Drehen der Trommel werden die Abfälle intensiv vermischt, was die Kompostierung beschleunigt. Innerhalb von sechs bis zehn Wochen kann ich oft bereits reifen Kompost entnehmen. Da die Trommelkomposter meist kompakt gebaut sind, eignen sie sich besonders für kleine Gärten, Höfe oder Balkone.

Ich empfehle, den Kompost nach der Entnahme einige Tage an der Luft nachreifen zu lassen, bevor ich ihn im Garten verteile. Mit dieser Methode kann ich unkompliziert und zeitsparend Kompost herstellen und dabei flexibel auf die Menge der anfallenden Abfälle reagieren.
Wer die passende Methode für die eigenen Bedürfnisse wählt und die Besonderheiten der jeweiligen Kompostierungstechnik berücksichtigt, schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Kompostherstellung. Im nächsten Abschnitt erläutere ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie die Kompostierung im eigenen Garten gezielt umsetzen und optimale Ergebnisse erzielen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So gelingt die Kompostierung im eigenen Garten

Mit einer klaren Vorgehensweise kann jeder Gartenbesitzer Kompost erfolgreich selbst herstellen. Die sorgfältige Planung und Ausführung ist entscheidend, um aus organischem Abfall einen hochwertigen Bodenverbesserer zu gewinnen. Im Folgenden erläutere ich Ihnen die wichtigsten Arbeitsschritte, gebe praktische Tipps und zeige, wie Sie die Kompostierung optimal an die Bedingungen in Ihrem Garten anpassen.

Den richtigen Standort wählen und Kompostbehälter vorbereiten

Zunächst bestimme ich einen geeigneten Platz im Garten. Ein halbschattiger Standort, der vor starkem Wind und direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist, bietet ideale Bedingungen. Der Kompostbehälter sollte direkten Kontakt zum Boden haben, damit Bodenorganismen wie Regenwürmer den Kompostierungsprozess unterstützen können. Je nach verfügbarer Fläche und gewünschter Methode entscheide ich mich für einen offenen Komposthaufen, einen Thermokomposter oder einen drehbaren Trommelkomposter. Beim Bau oder Aufstellen des Behälters achte ich darauf, dass ausreichend Belüftungslöcher vorhanden sind und überschüssiges Wasser abfließen kann. Eine Grundschicht aus groben Materialien wie Ästen oder Holzhäcksel sorgt für eine gute Luftzirkulation und verhindert Staunässe.

Materialien richtig schichten und mischen

Für die erfolgreiche Kompostierung ist eine ausgewogene Mischung der Materialien unerlässlich. Ich beginne mit einer Schicht grober, holziger Bestandteile am Boden, gefolgt von abwechselnden Lagen aus feuchten, stickstoffreichen (grünen) und trockenen, kohlenstoffhaltigen (braunen) Abfällen. Zu den grünen Materialien zählen beispielsweise Rasenschnitt, Gemüseabfälle oder Kaffeesatz. Braune Bestandteile sind Laub, Stroh oder zerkleinerte Zweige. Die optimale Schichthöhe beträgt etwa zehn bis fünfzehn Zentimeter. Um eine gleichmäßige Kompostierung zu gewährleisten, zerkleinere ich größere Abfälle vor dem Einfüllen. Eine lockere Struktur fördert die Sauerstoffzufuhr und unterstützt die Aktivität der Mikroorganismen, die für die Zersetzung verantwortlich sind.

Feuchtigkeit und Belüftung kontrollieren

Eine ausgewogene Feuchtigkeit ist für den Kompostierungsprozess entscheidend. Der Kompost sollte feucht sein, aber nicht nass – vergleichbar mit einem ausgedrückten Schwamm. Ist das Material zu trocken, gieße ich gelegentlich etwas Wasser nach. Bei übermäßiger Nässe mische ich trockenes Material, wie gehäckseltes Holz oder Pappe, unter. Die regelmäßige Belüftung verhindert Fäulnis und sorgt für eine zügige Kompostierung. Je nach Kompostiermethode lockere ich den Haufen etwa alle zwei bis vier Wochen mit einer Grabgabel auf oder drehe die Trommel bei einem Trommelkomposter. So verteile ich Sauerstoff und beschleunige die Aktivität der Kompostlebewesen.

Reifeprozess überwachen und Kompost umsetzen

Im Laufe der Kompostierung verändert sich das Material: Es wird dunkler, krümeliger und riecht angenehm nach Waldboden. Um eine gleichmäßige Rotte zu erreichen, setze ich den Kompost nach etwa drei bis vier Monaten um. Dabei schichte ich den Haufen komplett um, sodass das äußere, noch nicht verrottete Material nach innen gelangt. Dieser Schritt fördert die Durchmischung und beschleunigt den Reifeprozess. Bei geschlossenen Systemen wie Thermokompostern kontrolliere ich regelmäßig, ob die Durchmischung ausreicht und passe gegebenenfalls die Materialzusammensetzung an.

Tipps für schnelle Komposterfolge und häufige Fehlerquellen

Wer einige grundlegende Tipps beachtet, kann die Kompostierung im Garten deutlich beschleunigen und typische Probleme vermeiden. Aus meiner Erfahrung ist es entscheidend, auf eine optimale Mischung der Materialien und die richtige Pflege des Kompostplatzes zu achten, um in kurzer Zeit einen hochwertigen Bodenverbesserer zu erhalten. Im Folgenden erläutere ich Ihnen bewährte Vorgehensweisen, mit denen Sie Kompost schneller herstellen und Fehlerquellen gezielt ausschließen.

Mit einfachen Maßnahmen den Rotteprozess beschleunigen

Kompost im eigenem Garten
Reiche Ernte durch Gabe von Kompost

Um die Kompostierung zu beschleunigen, empfehle ich, die organischen Abfälle vor dem Einbringen möglichst klein zu zerkleinern. Je feiner das Material, desto schneller können Mikroorganismen und Bodentiere es zersetzen. Besonders bei Ästen, groben Pflanzenresten oder festen Gemüseteilen lohnt sich der Einsatz eines Häckslers oder das Zerschneiden mit einer Gartenschere. Eine ausgewogene Mischung aus stickstoffreichen grünen Abfällen wie Rasenschnitt, Gemüse- und Obstschalen und kohlenstoffhaltigen braunen Materialien wie Laub, Stroh oder Karton sorgt für ein ideales Nährstoffverhältnis. Das Verhältnis von Grün- zu Braunmaterial sollte etwa 1:2 betragen. Durch regelmäßiges Umschichten oder Umsetzen des Komposthaufens bringe ich Sauerstoff ein und fördere die Aktivität der Kompostlebewesen. Besonders im Frühjahr und Sommer, wenn die Temperaturen steigen, kann das Umsetzen alle vier bis sechs Wochen den Prozess erheblich beschleunigen.

Bei Thermokompostern und drehbaren Trommelkompostern reicht in der Regel ein häufigeres Durchmischen, da die Konstruktion bereits für eine gute Belüftung sorgt. Die Kontrolle der Feuchtigkeit ist ebenfalls entscheidend: Der Kompost sollte stets feucht, aber nicht nass sein. Bei Trockenheit wässere ich vorsichtig, bei zu viel Nässe mische ich trockenes Material unter. Ein Thermometer hilft, die Temperatur zu überwachen. Bei optimalen Bedingungen steigt die Temperatur im Inneren des Komposthaufens auf 50 bis 60 Grad Celsius, was die Rotte beschleunigt und Krankheitserreger sowie Unkrautsamen abtötet. Mit diesen Maßnahmen kann ich oft schon nach wenigen Monaten fertigen Kompost entnehmen und im Garten verwenden.



Typische Fehlerquellen erkennen und vermeiden

Auch beim Kompostieren treten gelegentlich Probleme auf, die sich jedoch meist einfach beheben lassen. Unangenehme Gerüche, Schimmel oder Fäulnis deuten häufig auf einen Sauerstoffmangel oder eine falsche Materialzusammensetzung hin. In solchen Fällen prüfe ich, ob der Kompost zu nass ist oder zu viele feuchte, stickstoffreiche Abfälle enthält. Abhilfe schafft das Untermischen von trockenem, strukturreichem Material wie gehäckseltem Holz, Stroh oder Pappe. Ein zu trockener Kompost verrottet hingegen nur langsam. Hier empfiehlt es sich, die Feuchtigkeit zu erhöhen, indem ich den Haufen gleichmäßig wässere und frische, feuchte Abfälle einarbeite. Ein weiteres Problem kann der Befall mit Schädlingen wie Ratten oder Fliegenlarven sein. Dies geschieht meist, wenn tierische Abfälle, gekochte Speisen oder Milchprodukte auf dem Kompost landen.

Ich achte daher darauf, ausschließlich pflanzliche, ungekochte Materialien zu verwenden und Fleisch-, Fisch- sowie Milchreste konsequent zu vermeiden. Auch das Abdecken des Komposthaufens mit einer Schicht aus Laub oder Stroh hilft, Schädlinge fernzuhalten und die Feuchtigkeit zu regulieren. Bei zu niedrigen Temperaturen im Komposthaufen kann die Rotte stagnieren. In diesem Fall überprüfe ich die Schichtung und sorge für eine bessere Durchmischung, damit die Mikroorganismen optimale Bedingungen vorfinden. Schließlich ist es wichtig, regelmäßig zu kontrollieren, ob der Kompost gleichmäßig verrottet. Große, unverrottete Stücke deuten auf eine zu grobe Materialstruktur oder mangelnde Durchmischung hin. Diese Teile zerkleinere ich und gebe sie erneut auf den Kompost.

Bewährte Tipps für eine erfolgreiche Kompostierung

Aus meiner langjährigen Praxis habe ich einige zusätzliche Empfehlungen entwickelt, die sich in vielen Gärten bewährt haben. Ich achte darauf, den Kompostplatz regelmäßig zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen. Eine dünne Schicht Gartenerde zwischen den Abfällen fördert die Besiedlung mit Mikroorganismen und unterstützt den Rotteprozess. Bei starkem Unkraut- oder Schädlingsbefall im Garten verwende ich ausschließlich Kompost aus geschlossenen Systemen wie Thermokompostern, da hier höhere Temperaturen erreicht werden und unerwünschte Samen oder Krankheitserreger zuverlässig abgetötet werden. Im Herbst, wenn viel Laub anfällt, mische ich dieses gezielt mit frischem Rasenschnitt oder Küchenabfällen, um eine ausgewogene Kompostmischung zu erzielen. Um die Kompostierung ganzjährig zu ermöglichen, schichte ich im Winter grobe Materialien unten ein und lagere feuchte Abfälle zwischendurch, bis die Temperaturen wieder steigen. Durch die konsequente Anwendung dieser Tipps gelingt es mir, Kompost herstellen zu können, der den Boden im Garten nachhaltig verbessert, die Pflanzen stärkt und die Umwelt schont.